Steinobst

Als Steinobstbrände werden alle Brände bezeichnet, deren Alkohol aus Steinobst (Prunus) gewonnen wurde. Steinobst zeichnet sich dadurch aus, dass der Samen in der Frucht von einer verholzten Schicht umschlossen ist, welche wiederrum von einem meist recht saftigen Fruchtfleisch umgegeben ist. Für die Herstellung von Destillaten sind folgende Arten am bedeutendsten: Aprikose, im süddeutschen und österreichischen Sprachraum auch oft Marille genannt, Kirsche, Mirabelle, Pfirsich, Pflaume und Zwetschge. Für Steinobstbrände ist auch Bezeichnung Wasser für zulässig. Das berühmteste Beispiel ist wohl das Schwarzwälder Kirschwasser. 

Im Unterschied zu Kernobst ist der Anteil des Samens zum Fruchtfleisch recht hoch. Geschmacklich macht sich dieser im finalen Brand bemerkbar und nennt sich Steinton. Er hat das Aroma von Marzipan und Mandeln und harmoniert angenehm mit den fruchtigen Noten. Der Steinton ist zwar typisch für Steinobstbrände, aber nicht zwingend. Werden die Steine nicht mit ein gemaischt, ist der Steinton nicht im fertigen Brand zu schmecken. Welche Art Ihnen besser schmeckt, müssen Sie selbst entscheiden. Der Steinton ist besonders häufig in Destillaten aus Wildobst zu finden. Wildobst sind naturnahe Sorten, die wenig züchterischen Eingriff durch den Menschen erfahren haben, etwa die Hafer- oder Kriechen-Pflaume und die Vogelkirsche.  Die Früchte sind gewöhnlich recht klein und der Anteil von Fruchtfleisch im Verhältnis zu Stein ist besonders gering. Deshalb eignen sie sich nicht als Tafelobst und werden entsprechend selten angebaut. Aufgrund ihrer hohen Aromatik und Komplexität sind Sie aber hervorragend für unsere Destillate geeignet. 



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