Edelbrände

Landläufig wird ein Getränk mit einem höheren Alkoholanteil als Bier oder Wein gerne als Schnaps oder Schnapps bezeichnet, beispielsweise der Obstschnaps oder der Kräuterschnaps. Allerdings wird diese Bezeichnung edlen Destillaten nicht gerecht. Schnaps kommt von „schnappen“ dem schnellen Herunterstürzen des Getränkes. Dafür sind feine Brände zu schade. Ein gut gemachter Obstbrand ist etwas Herrliches, das man langsam und aufmerksam genießen sollte. So kann man sich an den Aromen und Geschmäcken erfreuen. 

Die geschmackliche Vielfalt, die sich dem Genießer in der Welt der Obstbrände bietet, ist überwältigend und geht über Williams Christ Birne und Kirschwasser hinaus. Dies liegt daran, dass die Ausgangsmaterialien, Obst, Früchte, Wurzeln, etc., bereits so unterschiedlich schmecken und ihre jeweiligen Aromen über die Destillation in die Flasche überführt werden. Des Weiteren haben sich kreative Brenner neuen Obstsorten gewidmet, neue Destillationsverfahren ausprobiert und sich Herstellungstechniken anderer Spirituosen angeeignet, beispielsweise die Fasslagerung, und so die Welt der Obstbrände noch facettenreicher gestaltet. 

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Was genau ist ein Obstbrand?


Die Definition des Obstbrandes ist durch das Europäischen Parlament gesetzlich genau geregelt: 


„Obstbrand ist eine Spirituose, die ausschließlich durch alkoholische Gärung und Destillation einer frischen fleischigen Frucht oder des frischen Mosts dieser Frucht — mit oder ohne Steine — oder von Beeren oder Gemüse gewonnen wird.“ Verordnung (EG) Nr. 110/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008 zur Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen sowie zum Schutz geografischer Angaben für Spirituosen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89.

Der enthaltende Alkohol muss also immer aus der Frucht produziert werden, die der Name der Frucht benennt. Ein Pflaumenbrand darf also ausschließlich aus Pflaumen hergestellt werden. Anders verhält es sich bei einem Obstgeist. Bei dessen Herstellung werden die Früchte in Neutralalkohol eingelegt, der diesen dann die Aromen entzieht und in sich löst. Der Geist der Frucht wird eingefangen. Die Art der Herstellung nennt man Mazeration.

 

Die verschiedenen Sorten der Obstbrände


Obstbrände lassen sich in verschiedene Arten einteilen, abhängig v Zunächst die größte Gruppe der Steinobstbrände vertreten durch Aprikose bzw. Marille, Kirsche, Mirabelle, Pfirsich, Pflaume und Zwetschge. Typisch sind ein großer verholzter Stein und recht saftiges Fruchtfleisch.  

Die Gruppe der Kernobstbrände hat zwar weniger Mitglieder, ihr Anteil am Gesamtvolumen der Obstbrände ist jedoch sehr hoch: Apfel, Birne und Quitte. Apfelbrand wird meist gemischt mit Birne als Obstler genossen. Die Williams Christ Birne ist der bekannteste, aber nicht der einzige Birnenbrand. 

Beerenbrände sind sehr selten, da der Zuckergehalt der Frucht sehr gering ist und sich die Vergärung daher recht aufwendig gestaltet. Meist werden Beerenfrüchte als Geiste genossen. Besonders beliebt ist der Himbeergeist. 


Wir bieten Ihnen Produkte von Brennereien, die ausschließlich handwerklich produzieren und über einen enormen Erfahrungsschatz verfügen, da sich die Brennereien seit Generationen in Familienhand befindet. Diese Erfahrung und das Können spiegeln sich in der Qualität der Produkte wider. Gleichzeitig haben Obstbrände ein hervorragendes Preis- Leistungsverhältnis, weil sie, bis jetzt, keine Mode-Destillate sind, wie etwa Whisky oder Gin. Sie bekommen bei Obstbränden also mindestens gleichwertige, wenn nicht höhere Qualität, was Reinheit und Verarbeitung angehet, zu einem guten Preis.